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Für Retail, Inventur und Item-Level-Kennzeichnung.
NXP UCODE® DNA ist ein passiver UHF-RFID-Chip für RAIN-RFID-Anwendungen. Er unterstützt GS1 UHF RFID Gen2 v2.0 sowie die AES-basierte Authentifizierung nach ISO/IEC 29167-10. Der Chip besitzt 224 Bit EPC-Speicher, eine werkseitig gesperrte 96-Bit-TID und je nach IC-Version und Konfiguration bis zu 3.072 Bit User Memory.
UCODE DNA richtet sich an Anwendungen, bei denen die Reichweite von UHF mit kryptografischer Tag-Authentifizierung kombiniert werden soll. NXP nennt unter anderem automatische Fahrzeugidentifikation, Asset Tagging, Access Management sowie Inventory und Supply Chain Management. NXP führt SL3S5002N0FUD weiterhin mit dem Produktstatus „Active“.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | NXP Semiconductors |
| Produktfamilie | UCODE® DNA |
| Typenbezeichnung | SL3S5002N0FUD |
| RFID-Klasse | UHF / RAIN RFID |
| Frequenz | 860–960 MHz |
| Standard | GS1 UHF RFID Gen2 v2.0 |
| Sicherheitsstandard | ISO/IEC 29167-10 |
| EPC Memory | 224 Bit |
| User Memory | Bis zu 3.072 Bit, abhängig von IC-Version und Konfiguration |
| TID | 96 Bit, werkseitig gesperrt; darin 48-Bit-Seriennummer |
| Authentifizierung | AES-basierte kryptografische Tag-Authentifizierung |
| Verschlüsselung | AES-128 für die Authentifizierung; keine Verschlüsselung der Nutzdaten spezifiziert |
| AES-Schlüssel | Bis zu zwei 128-Bit-AES-Schlüssel |
| Access-Passwort | 32 Bit |
| Kill-Passwort | 32 Bit |
| Privacy | Untraceable-Funktion nach GS1 UHF RFID Gen2 v2.0 |
| Speicherschutz | BlockPermalock |
| Anti-Collision | Ja, gemäß UHF-RFID-Gen2-Protokoll |
| Read Sensitivity | −19 dBm |
| AES Authentication Sensitivity | −18 dBm |
| Write Sensitivity | −11 dBm |
| Lesereichweite | Anwendungsabhängig; NXP nennt bis zu 15 m bei geeigneten Tag- und Reader-Konfigurationen |
| Schreibzyklen | Mindestens 100.000 |
| Datenerhalt | 20 Jahre |
| Betriebstemperatur | −40 °C bis +85 °C |
| Smartphone-NFC | Nein, nicht direkt über die NFC-Schnittstelle |
| Produktstatus bei NXP | Active |
| Typische Medien | UHF-Label, RFID-Etikett, Hard Tag, Windshield Label und Sondertransponder |
| Sicherheitseinstufung | AES-128 |
| Empfehlung | Track-and-Trace und Identifikation mit erhöhten Anforderungen an Tag-Authentifizierung |
Technisch unterscheidet sich UCODE DNA von einfachen UHF-Tags vor allem durch die AES-basierte Authentifizierung. Der Chip unterstützt außerdem ein 32-Bit-Access- und ein 32-Bit-Kill-Passwort, BlockPermalock sowie den Untraceable-Befehl des Gen2-v2-Standards. NXP gibt eine Read Sensitivity von −19 dBm, eine AES Authentication Sensitivity von −18 dBm und eine Write Sensitivity von −11 dBm an.
UCODE DNA eignet sich für Anwendungen, bei denen Objekte oder Fahrzeuge über größere Distanz identifiziert werden sollen und eine reine EPC-Kennung als Sicherheitsmerkmal nicht ausreicht. Die offizielle NXP-Produktseite nennt mehrere Einsatzfelder.
Als Medien kommen vor allem UHF-Labels, RFID-Etiketten und anwendungsspezifische Hard Tags infrage. Für Fahrzeuganwendungen nennt NXP unter anderem Windshield Labels und elektronische Kennzeichenträger. Die tatsächliche Reichweite hängt stark von Antenne, Tag-Aufbau, Reader, Sendeleistung und Umgebung ab. NXP nennt für geeignete Referenzanwendungen bis zu 15 Meter.
Sicherheitsniveau: Hoch
UCODE DNA ergänzt die üblichen Zugriffsfunktionen eines UHF-Tags um kryptografische Authentifizierung mit AES-128. NXP beschreibt bis zu zwei im IC geschützte 128-Bit-AES-Schlüssel. Damit kann ein Reader prüfen, ob ein Tag über das erwartete kryptografische Geheimnis verfügt, statt sich nur auf EPC oder TID als Identifikationsmerkmal zu verlassen.
Die Implementierung orientiert sich an GS1 UHF RFID Gen2 v2.0 und ISO/IEC 29167-10. Für den Datenschutz unterstützt der Chip außerdem den Untraceable-Befehl. Damit lassen sich auslesbare Identifikationsinformationen abhängig von der Konfiguration einschränken. Access-Passwort und Kill-Passwort sind jeweils 32 Bit lang.
AES-Authentifizierung verhindert jedoch nicht automatisch jede Form von Tracking oder Missbrauch. Entscheidend sind Schlüsselverwaltung, Reader-Konfiguration und Backend. NXP bietet dafür unter anderem Trust Provisioning an, bei dem individuelle Passwörter und kryptografische Schlüssel bereits bei der Fertigung abgeleitet und in den Chip eingebracht werden können.
Für reine Bestands- und Inventuranwendungen ohne kryptografische Authentifizierung können einfachere UHF-Chips ausreichen. UCODE DNA ist vor allem dann relevant, wenn ein UHF-Tag zusätzlich kryptografisch geprüft oder seine auslesbaren Daten kontrolliert werden sollen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| AES-128-basierte Tag-Authentifizierung | Höherer Stückpreis als einfache UHF-Tags |
| Bis zu 3.072 Bit User Memory | AES-Funktionen benötigen passende Reader- und Backend-Unterstützung |
| Untraceable-Funktion für zusätzlichen Privacy-Schutz | Nicht direkt mit Smartphone-NFC lesbar |
| BlockPermalock für dauerhaft schreibgeschützte Speicherbereiche | Reichweite stark von Antenne, Reader und Umgebung abhängig |
| Mindestens 100.000 Schreibzyklen und 20 Jahre Datenerhalt | Schlüsselmanagement erhöht den Integrationsaufwand gegenüber einfachen EPC-Tags |
Je nach Sicherheitsanforderung, Speicherbedarf, Reichweite und Kosten können andere Chiptypen besser geeignet sein.

Für Retail, Inventur und Item-Level-Kennzeichnung.

Für Asset-Tracking, Automotive, Aviation und Massenkennzeichnung mit zusätzlichem User Memory.

Für sichere Firmenausweise und Multifunktionskarten mit kurzer Lesedistanz.
Sie benötigen UHF-Labels, RFID-Etiketten oder Sondertransponder mit NXP UCODE DNA?
Für die Auswahl sind vor allem Medienform, Stückzahl, Einsatzumgebung, gewünschte Lesereichweite, vorhandener UHF-Reader sowie Anforderungen an EPC-Codierung und AES-Authentifizierung relevant. Bei bestehenden Systemen sollte zusätzlich geprüft werden, welche Gen2-v2- und Sicherheitsfunktionen der Reader unterstützt.
Datenstand: September 2026
Die technischen Angaben basieren auf der aktuellen NXP-Produktseite zu UCODE® DNA: UHF Tag IC for Secure Authentication, SL3S5002N0FUD, die NXP derzeit mit dem Produktstatus „Active“ führt, sowie auf dem NXP-Factsheet UCODE DNA tag IC – A breakthrough in RAIN RFID security, Dokument 75017646, Rev. 0 vom 15. November 2016. Für die Einordnung der Varianten wurden zusätzlich die aktuellen NXP-Produktinformationen zu UCODE DNA Track herangezogen.
Die Angaben zu GS1 UHF RFID Gen2 v2.0, AES-Authentifizierung, ISO/IEC 29167-10, Speicher, Schreibzyklen und Datenerhalt stammen aus den genannten NXP-Unterlagen. Für UCODE DNA ist auf der öffentlichen Produktseite derzeit kein neueres vollständiges öffentliches Datenblatt ausgewiesen; NXP stellt dort Produktinformationen, Brochure und Application Note bereit.
NXP, das NXP-Logo und UCODE sind Marken der NXP B.V.