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Für Asset-Tracking, Automotive, Aviation und Massenkennzeichnung mit zusätzlichem User Memory.
Die Impinj M700 Series ist eine Familie passiver UHF-RFID-Chips für RAIN-RFID-Anwendungen im Frequenzbereich 860 bis 960 MHz. Sie arbeitet nach ISO/IEC 18000-63 und EPCglobal Gen2v2. Zu den Varianten M730, M750 und M770 gehören unterschiedliche Speicherkonfigurationen mit 96 oder 128 Bit EPC Memory sowie bis zu 32 Bit User Memory. Die Varianten M780 und M781 erweitern den Speicher auf bis zu 496 Bit EPC bzw. 512 Bit User Memory. Impinj positioniert die Chips unter anderem für schnelle Inventuren, Retail-Anwendungen, Verlustprävention und Item-Level-Kennzeichnung.
Für neue UHF-Projekte ist die M700 Series vor allem dann interessant, wenn hohe Leseempfindlichkeit, schnelle Erfassung großer Tag-Populationen und kompakte Inlays gefragt sind. Wir empfehlen die Impinj M700 Series für Retail, Inventur und Item-Level-Kennzeichnung. Die Absicherung basiert bei M730, M750, M770, M780 und M781 auf Gen2v2-Zugriffskontrollen und einem 32-Bit-Passwort, nicht auf kryptografischer Authentifizierung wie AES.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Hersteller | Impinj, Inc. |
| Produktfamilie | Impinj M700 Series |
| Typenbezeichnung | M730 / M750 / M770 / M780 / M781 |
| RFID-Klasse | UHF |
| Frequenz | 860–960 MHz |
| Standard | RAIN RFID / ISO/IEC 18000-63:2015 / EPCglobal Gen2v2 |
| EPC Memory | M730: 128 Bit; M750: 96 Bit; M770: 128 Bit; M780: 496 Bit; M781: 128 Bit |
| User Memory | M730: keiner; M750: 32 Bit; M770: 32 Bit; M780: 128 Bit; M781: 512 Bit |
| TID | M730/M750/M770: 96 Bit Serialized TID mit 48-Bit-Seriennummer |
| Speicheraufbau | Reserved, EPC, TID und je nach Variante User Memory |
| Authentifizierung | Passwortbasierte Gen2v2-Zugriffskontrolle; keine AES-Authentifizierung bei M730/M750/M770/M780/M781 |
| Access / Kill Password | Ein gemeinsames 32-Bit-Passwort für Access und Kill |
| Anti-Collision | Ja, gemäß EPCglobal Gen2v2 / ISO/IEC 18000-63 |
| Leseempfindlichkeit | Bis −24 dBm (M780/M781: −23,5 dBm) mit Dipolantenne |
| Schreibempfindlichkeit | M730/M750/M770: bis −21 dBm mit Dipolantenne |
| Lesereichweite | Abhängig von Inlay-Antenne, Reader, Sendeleistung und Umgebung; UHF-Systeme ermöglichen typischerweise mehrere Meter |
| Schreibzyklen | M730/M750: 10.000; M770/M780/M781: 100.000 |
| Datenerhalt | M730/M750: 10 Jahre; M770/M780/M781: 20 Jahre |
| Protected Mode | Ja, Tag kann gegenüber RAIN-RFID-Readern funkstill geschaltet und wieder aktiviert werden |
| Short-Range Mode | Ja, reduziert die normale Lesereichweite auf weniger als ein Zehntel |
| AutoTune | Impinj Enhanced AutoTune V2 |
| Smartphone-NFC | Nein, nicht direkt mit normalem Smartphone-NFC lesbar |
| Produktstatus bei Impinj | Aktuelle M700-Produktfamilie |
| Typische Medien | UHF-Inlays, RFID-Labels, Sticker und Sondertransponder |
| Sicherheitseinstufung | PWD |
| Empfehlung | Empfehlung für Retail, Inventur und Item-Level-Kennzeichnung |
Die Varianten M730, M750 und M770 unterscheiden sich vor allem beim Speicher. M730 bietet 128 Bit EPC ohne User Memory, M750 96 Bit EPC plus 32 Bit User Memory und M770 128 Bit EPC plus 32 Bit User Memory. Alle drei besitzen eine 96 Bit lange Serialized TID mit 48-Bit-Seriennummer. Die Leseempfindlichkeit liegt laut Impinj bei bis zu −24 dBm, die Schreibempfindlichkeit bei bis zu −21 dBm.
Die Varianten mit erweitertem Speicher bieten deutlich mehr Platz für zusätzliche Produktdaten wie Charge, Datum oder Gewicht: M780 mit 496 Bit EPC und 128 Bit User Memory, M781 mit 128 Bit EPC und 512 Bit User Memory. Beide sind für 100.000 Schreibzyklen und 20 Jahre Datenerhalt spezifiziert.
Die M700 Series ist für die schnelle Identifikation einzelner Artikel und großer Tag-Populationen ausgelegt. Impinj nennt insbesondere Inventuren, Loss Prevention, Self-Checkout, Retourenprozesse sowie Anwendungen an Warenausgängen, Förderanlagen und Store Exits.
Typische Anwendungen sind:
Die Chips werden typischerweise in UHF-Inlays, RFID-Labels und Stickern eingesetzt. Impinj listet Partnerprodukte mit M730, M750 und M770 unter anderem als Inlay, Label und Sticker.
Sicherheitsniveau: Mittel / PWD
Die Varianten M730, M750 und M770 sowie die Speichervarianten M780 und M781 besitzen keine AES-basierte kryptografische Authentifizierung. Für Zugriffsschutz und Kill-Funktion steht ein einzelnes 32-Bit-Passwort zur Verfügung. Eine Besonderheit der M700 Series ist, dass Access Password und Kill Password denselben physischen Passwortwert verwenden. Ab Werk ist dieser Wert auf null gesetzt.
Das Passwort kann Speicherzugriffe absichern und einen Tag mit dem Kill-Befehl dauerhaft deaktivieren. Zusätzlich unterstützt die Serie den Impinj Protected Mode. Dabei kann ein Tag für normale RAIN-RFID-Reader vollständig unsichtbar gemacht und mit der korrekten Befehlsfolge wieder aktiviert werden. Der Short-Range Mode reduziert die Reichweite auf weniger als ein Zehntel des normalen Betriebs und kann damit ebenfalls zum Datenschutz beitragen.
Diese Funktionen sind für Warenkennzeichnung, Inventur und viele Retail-Prozesse sinnvoll, entsprechen aber nicht einer kryptografischen Produktauthentifizierung. Wenn die Echtheit eines Produkts kryptografisch nachgewiesen werden soll, ist innerhalb der M700-Familie nur M775 mit der kryptografischen Authentifizierung Impinj Authenticity ausgestattet. Alternativ bietet NXP UCODE DNA eine AES-128-basierte Authentifizierung für Track-and-Trace-Anwendungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Leseempfindlichkeit bis −24 dBm | Keine kryptografische AES-Authentifizierung bei M730/M750/M770/M780/M781 |
| Für schnelle Inventuren und große Tag-Populationen ausgelegt | Nur 0 bzw. 32 Bit User Memory bei M730/M750/M770; mehr Speicher nur bei M780/M781 |
| Protected Mode und Short-Range Mode für Datenschutz und Retail-Prozesse | Access und Kill verwenden dasselbe 32-Bit-Passwort |
| AutoTune V2 passt die RF-Abstimmung an die Umgebung an | Nicht direkt mit normalem Smartphone-NFC lesbar |
| RAIN RFID, ISO/IEC 18000-63 und EPCglobal Gen2v2 | Reichweite hängt stark von Inlay, Reader und Einsatzumgebung ab |
Je nach Anwendung, Speicherbedarf, Reichweite und Sicherheitsanforderung können andere Chiptypen besser geeignet sein. Ein Wechsel von UHF auf HF/NFC ist allerdings kein direkter Chiptausch und erfordert andere Reader.

Für Asset-Tracking, Automotive, Aviation und Massenkennzeichnung mit zusätzlichem User Memory.

Für Track-and-Trace mit erhöhten Sicherheitsanforderungen.

Für NFC-Marketing, Visitenkarten und Smartphone-Anwendungen.
Sie benötigen UHF-RFID-Labels, Inlays oder andere RFID-Medien mit Impinj M700? Für die Auswahl sind vor allem gewünschte Medienform und Stückzahl, vorhandene Reader-Infrastruktur, Einsatzumgebung, benötigter EPC- und User-Speicher sowie Anforderungen an Codierung und Lesereichweite relevant.
Datenstand: Oktober 2026
Die technischen Angaben basieren auf dem offiziellen Impinj M700 Series: Tag Chip Datasheet, Version 6.4, © 2024, für Impinj M730, M750 und M770 sowie der aktuellen Impinj-Produktseite und dem aktuellen M700 Series Product Brief sowie der Impinj M700 Series Spezifikationstabelle für M775, M780 und M781. Das Datenblatt spezifiziert unter anderem ISO/IEC 18000-63:2015 und EPCglobal Gen2v2, die Speicherkonfigurationen, TID, Lese- und Schreibempfindlichkeit sowie Protected Mode und die Passwortfunktionen.
Impinj, Monza, RAIN, AutoTune, Integra, FastID, TagFocus und weitere genannte Produkt- und Markennamen können Marken ihrer jeweiligen Rechteinhaber sein.